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Unser Konzept für Eltern und Interessierte

1. Vorwort

Die Elterninitiative Bullerbü ist ein offenes und familiäres Haus für alle Kinder und Familien.
Unsere Einrichtung steht mit seinem außergewöhnlichen Konzept seit mittlerweile über 25 Jahre in Sprockhövel.
Im Mittelpunkt steht die Wertschätzung des Kindes. Jedes Kind besitzt einen eigenen Bauplan des Lebens. Wir möchten die Kinder bei ihrem Bauvorhaben und deren gelingen unterstützen und jeden individuell fördern!
Ein pädagogisches Konzept ist aus unserer Sicht kein festes Werk für den „Bücherschrank“, sondern eine Dokumentation unsere Arbeit und der pädagogischen Inhalte, die sich im Laufe der Zeit immer wieder verändern werden und verändert werden müsste. Nur durch das immer wieder kehrende reflektieren unserer pädagogischen Arbeit und das Überprüfen von Inhalten und Zielen ist eine Qualitätsentwicklung gewährleistet.
Allen die nun unsere Konzeption lesen um etwas mehr über unsere Arbeitsweise zu erfahren, wünschen wir viel Spaß und stehen anschließend gerne für Fragen oder Anregungen zur Verfügung.

2. Unsere Kindertageseinrichtung

Als Elterninitiative und eingetragenem Verein haben wir uns dem paritätischen Wohlfahrtsverband NRW angeschlossen. „Der Paritätische“ unterstützt uns bei der Erstellung von Konzepten, der Betriebsorganisation, in Finanzierungsfragen, mit Arbeitshilfen und Informationen sowie bei der Qualitätsentwicklung und dem Qualitätsmanagement und ist fachkundiger Ansprechpartner für unseren Vorstand.

2.1. Gesetzliche Voraussetzung

§ 2 KiBiz – Allgemeine Grundsätze
Jedes Kind hat einen Anspruch auf Bildung und auf Förderung seiner Persönlichkeit. (…) Die Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege ergänzt die Förderung des Kindes in der Familie und steht damit in der Kontinuität des kindlichen Bildungsprozesses. Sie orientiert sich am Wohl des Kindes. Ziel ist es, jedes Kind individuell zu fördern.

§3 Kibiz Aufgaben und Ziele
Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege haben einen eigenständigen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag.

2.2. Lage der Einrichtung/Einzugsgebiet

Unsere Häuser liegen zentrumsnah in einem Wohngebiet in Niedersprockhövel. Das Einzugsgebiet umfasst das gesamte Stadtgebiet Sprockhövel.

2.3. Öffnungszeiten

Blockzeit 35 Std.: 7.00 – 14.00 Uhr
Tagesstätte 45 Std.:​ 7.00 – 16.00 Uhr
 
Bringzeit: ​7.00 – 8.30 Uhr​ alle Gruppen
 
Erste Abholzeit: ​12.00 – 12.15 Uhr ​alle Gruppen
Zweite Abholzeit: ​13.00 Uhr ​nur Wald und Nordhof
Dritte Abholzeit: ​13.45h – 14.00 Uhr (35 Stunden) alle ​Gruppen
Gleitende Abholzeit für 45 Std. bis 16.00 Uhr

2.4. Räumlichkeiten/Außengelände

Unsere Häuser befinden sich in zwei umgestalteten kitagerechten Wohnhäusern. In unserem Stammhaus Brinkerstraße 33 befinden sich die Räumlichkeiten der Gruppe „Südhof“, sowie der Mittelhof, der die Schutzräume als auch die Gemeinschaftsräume der Waldgruppe beinhaltet. Die Gruppe „Nordhof“ ist in unserem zweiten Haus Brinkerstraße 19 untergebracht. Unsere Außengelände sind liebevoll kindgerecht und naturbezogen gestaltet.

2.5. Pädagogischer Ansatz

Wir arbeiten lebensbezogen und ganzheitlich. Dabei lehnen wir uns an den situationsorientierten Ansatz an.
Der situationsorientierte Ansatz bezieht in erster Linie die Kinder und ihre Lebenswelten in die pädagogische Arbeit der Kita ein. So können die Kinder Erfahrungen und Erlebnisse sammeln, die ihren Interessen entsprechen. Vertiefende Projekte spielen in diesem Ansatz eine zentrale Rolle. Dabei begegnen die Erzieher*innen den Kindern auf Augenhöhe.

3. Wir betreuen Ihr Kind

3.1. Eingewöhnung

Unsere Eingewöhnung orientiert sich an dem „Berliner Modell“. Gerade in der Eingewöhnungszeit sind wir ganz nah und individuell bei den Eltern, den Kindern und den Bedürfnissen der Familien sowie den Möglichkeiten der Einrichtung. Eine wichtige Voraussetzung für die positive Gestaltung dieser Zeit ist der enge Austausch zwischen den Erziehungspartnern.

3.2. Partizipation

Der Begriff der Partizipation (lat. particeps = teilhabend) bezeichnet grundsätzlich verschiedene Formen von Beteiligung, Teilhabe und Mitbestimmung. Partizipation in Kindertageseinrichtungen ist die ernst gemeinte, altersgemäße Beteiligung der Kinder am Einrichtungsleben im Rahmen ihrer Erziehung und (Vor-)Bildung sowie ihrer individuellen Möglichkeiten. Die Kinder bringen in einem von Wertschätzung geprägten Dialog sich und ihre Ideen, Meinungen, Empfindungen und Sichtweisen ein und beeinflussen aktiv ihren Alltag. Nach §9 > SBGVIII ist „die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes oder Jugendlichen zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem Handeln zu berücksichtigen“.
Quelle: „Kindergarten heute“

​3.3 Behinderung/Diversität/Gender

Jedes Kind hat das Recht auf Gleichbehandlung und die freie Entfaltung ​seiner eigenen Persönlichkeit. Dabei ist das Ziel unserer pädagogischen ​Arbeit, jedem Kind geeignete Rahmenbedingungen für seine individuelle ​Situation zu bieten, damit es sich wohl fühlen kann. Diese seelische ​Gesundheit ist eine wichtige Grundvoraussetzung für eine gesunde ​Entwicklung.
Kinder mit Beeinträchtigungen jeglicher Art sind in unseren Häusern ebenso ​herzlich willkommen, wie Kinder, deren körperliche, kognitive oder seelische ​Entwicklung regelhaft verläuft. Äußere Faktoren unserer Kita, wie das ​Außengelände und bauliche Besonderheiten der Häuser bilden jedoch eine ​Barriere, die es nicht allen Kindern ermöglicht, unsere Kita zu besuchen.
Die Verschiedenheit der Bullerbü-Kinder und ihrer Familien anzuerkennen und ​ihr wertfrei gegenüber zu treten, ist eine grundlegende Kompetenz unserer ​Fachkräfte. Unterschiedliche Sprachen, Religionen, soziale oder ethische ​Herkünfte sowie alternative Familienformen bringen Leben in die Kita, ​erweitern die Horizonte aller Kinder und ermöglichen es ihnen, zu ​verantwortungsbewussten und weltoffenen Menschen heran zu wachsen.
Die Kinder der Kita Bullerbü wachsen in einem geschützten Raum auf, der es ​ihnen ermöglicht, in unterschiedlichste Rollen zu schlüpfen. Jungen und ​Mädchen werden grundsätzlich gleich behandelt, gleich gefördert und ​gefordert und wir geben ihnen die gleichen Möglichkeiten, sich im Spiel zu ​verwirklichen. Unser Rollenverständnis ist offen, geprägt von Toleranz und ​Heterogenität.

3.4.

Die UN-Kinderrechtskonvention legte bereits 1989 fest, dass Kinder Träger eigener Rechte sind (z.B. auf Spiel, Bewegung und Erholung sowie Beteiligung, Teilhabe und Mitsprache).
Damit wird der Punkt „Partizipation in der Kita noch deutlicher hervorgehoben.
Eine unserer zentralen Aufgaben besteht darin Kinder zu unterstützen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse zu erfassen und zu äußern.Das Wahrnehmen der Kinmderrechte steht gleichzeitig neben grundlegenden Schutz der Kinder. 

4. Das bieten wir Ihrem Kind

4.1. Unsere Gruppen

Unsere Einrichtung besteht aus drei unterschiedlichen Gruppen, aufgeteilt auf zwei Häuser:

  • die Waldgruppe – Waldzwerge (3-6 Jahre)
  • die U3Gruppe – Südhof (0,4-3 Jahren)
  • die altersgemischte Gruppe – Nordhof (2-6 Jahren)

Die ca. 50 Kinder von Bullerbü werden von 11 pädagogischen Mitarbeitern betreut. Verschiedene Praktikanten runden unser Team ab.

4.1.1​ Tagesabläufe der einzelnen Gruppen

​Mein Tag im Südhof
Wenn ich morgens um 8.00 Uhr in den Südhof komme flitze ich los in  den Gruppenraum. Dort warten Inga, Susanne und Britta und auch einige ​Kinder schon auf mich. Ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich zuerst kneten möchte oder auf die Hochebene zum Bauen mit den ​großen Bausteinen gehe. Ach, da sitzt ja Susanne und kleistert mit ​Jannis! Da gehe ich mal gucken!
​Inga fragt mich, ob ich zum Aufräumen klingeln möchte, natürlich ​mache ich das sehr gerne. Es ist ja auch schon 9.00 Uhr!
​Anschließend treffen wir uns beim Frühstück, mal gucken, was Papa ​mir eingepackt hat. Lecker! Wenn ich fertig bin, bringe ich meinen Teller ​und mein Glas in die Geschirrkiste. Puh, was stinkt denn hier so?! ​„Britta, der Michel braucht eine neue Windel!“ Nach dem Wickeln ​möchte ich gerne raus gehen, aber Inga hat noch eine Idee: sie fragt, ​wer Lust hat, zum Musik machen mit in den Morgenkreis zu kommen. ​Da mache ich mit! Ich nehme mir ein Kissen. Wir singen ein Guten-​Morgen-Lied, machen das Fingerspiel von den Tierlein (mein ​Lieblingsspiel) und spielen mit den Instrumenten.
Während Susanne um 10.30 Uhr noch einige Kinder wickelt, habe ich schon meine Anziehsachen bekommen, damit wir noch etwas rausgehen können.
Draußen gehe ich rutschen und baue eine Burg mit Britta. Dann ist es ​schon wieder Zeit rein zu gehen, denn Nina bringt um 11.30 Uhr das Essen. Beim Essen sitzen wir alle zusammen an den Tischen und fangen auch ​zusammen an, außer Fabian, der hat schon die Hand in seiner Schüssel! Der ist ja auch noch klein und muss das erst lernen, sagt Inga.
​Ich bin so müde vom Spielen, dass Susanne mich fragt, ob ich schon ​schlafen gehen möchte. Sie bringt mich in den Schlafraum, dort wartet ​mein Schnuller schon auf mich. Endlich!
Als Britta mich um 13.45 Uhr wieder weckt, ist Emil schon wach und klettert in seinem Schlafkörbchen herum. Jetzt klingelt es und mein Papa holt mich schon ab.

​Mein Tag in der Waldgruppe
​Wenn Mama mich morgens in die Kita bringt, spielen wir zuerst im ​Südhof. Um 8.00 Uhr gehen wir Waldzwerge dann raus und warten auf ​die restlichen Kinder. Wir spielen noch im Außengelände, hier kommen ​immer mehr Freunde dazu.
​Um 8.30 Uhr, wenn alle Waldzwerge da sind, räumen wir auf, setzen ​unsere Rucksäcke auf und machen uns startklar. Manchmal ​entscheiden wir gemeinsam, welchen Ort wir besuchen wollen, ​manchmal suchen die Erzieher aus, wohin es geht. Mit meinem Freund ​an der Hand geht es los.
​Unseren Morgenkreis machen wir entweder auf dem Außengelände ​oder auf unserem Weg in den Wald, auf der Wiese. Im Wald ​angekommen, treffen wir uns am Treffpunkt und frühstücken.
​Nach vielem Spielen und Angeboten ruft uns ein Erzieher zusammen, ​wir nehmen unsere Rucksäcke und laufen zu unseren Treffpunkten. An ​der Straße nehmen wir uns wieder an die Hand und gehen zurück. In ​der Kita angekommen, ziehen wir uns um und essen um 12.30 Uhr zu ​Mittag. Danach gehen manche Kinder schlafen, aber ich mache schon ​die Entspannung mit. Wir spielen noch etwas oder malen, bis die ersten ​Kinder um 14.00 Uhr abgeholt werden.
 
​​Mein Tag im Nordhof
Meistens bringt mich meine Mama um 7 Uhr in die Kita, denn Mama muss schon früh zur Arbeit. Meine Mama und ich werden schon an der Tür in Empfang genommen. Anschließend ziehe ich mir meine Hausschuhe an und räume meine Anziehsachen in meinen Garderobenschrank. Zum Winken gehe ich schnell ans Fenster.
Anschließend schaue ich ob ich ein Puzzle oder ein Buch nehmen möchte oder eher an den Maltisch gehe. 
Bis zum Morgenkreis habe ich die Möglichkeit frei zu entscheiden, ob ich schon frühstücken möchte oder mit den Kindern etwas spiele. Meistens spiele ich erstmal eine Weile, denn frühstücken kann ich auch noch nach dem Morgenkreis.
Gegen 8:45Uhr singen wir unser Aufräumlied und beginnen unsere Spielsachen wegzuräumen. 
Um 9 Uhr beginnt dann der Morgenkreis, in dem wir gemeinsam fröhlich in den Tag starten. Wir singen, tanzen, spielen Kreisspiele oder besprechen was wir heute noch alles unternehmen. Oft möchten unsere ErzieherInnen auch etwas mit uns basteln, kochen, Dinge erforschen oder anderen Quatsch anstellen. 
Aber wenn die Uhr 12 schlägt versammeln wir uns zum Mittagskreis, in dem wir ein Buch lesen, oder darüber reden, was wir heute erlebt haben. Nach dem Mittagskreis gehen wir alle Hände waschen. Während wir schon am Mittagstisch sitzen, werden bereits meine ersten Freunde abgeholt. Zwischen 12:00 – 12:15 Uhr haben die Mamas und Papas Zeit uns abzuholen. Aber von dem Trubel bekommen wir am Tisch nichts mit und können nach einem unserer Tischsprüche anfangen zu Essen. Hier dürfen wir uns aussuchen was und wieviel wir essen oder ob wir erstmal probieren möchten. Was ich nicht mag kann ich einfach liegen lassen. Nach dem Essen räume ich mein Geschirr ab und gehe mir meine Hände waschen. Um 13:00 Uhr beginnt dann für uns die Entspannung. Hier habe ich meine eigene Matratze mit Kissen und meiner Kuscheldecke. Mein Kuscheltier darf natürlich auch nicht fehlen, aber das nehme ich jeden Tag wieder mit nach Hause, damit es mich nicht vermisst. Ich mag die Ruhezeit nach dem Essen, wir hören tolle Geschichten oder machen Traumreisen. Manchmal hole ich mir danach ein Ausmalbild oder schaue mir ein Bilderbuch an. 
Zwischen 13.45 Uhr und 14.00 Uhr werden auch schon die nächsten Kinder abgeholt, es wird langsam ruhiger im Nordhof. Ab 14.30 Uhr gehen wir gemeinsam in den Mittelhof, in die Brinkerstr. 33. Hier treffen sich jeden Tag die Kinder, die noch länger bleiben dürfen. Im Mittelhof kann ich noch etwas spielen oder wir gehen noch etwas nach draußen in den Sand. Um 16.00 Uhr werde ich dann auch, wie die restlichen Kinder von Mama oder Papa abgeholt.

4.1.2​ Das Freispiel

​Die Zeit, in der unsere Kinder die vielfältigsten Erfahrungen machen ​können, ist das Freispiel. Diese Zeit nimmt den größten Anteil am ​pädagogischen Alltag ein. Die Kinder wählen frei den Spielort, ​Spielpartner, die Spieldauer und den Spielinhalt.
​"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen... ." ​Auch das "Nicht-Spielen" darf gewählt werden. Denn die Zeit der ​Langeweile gibt den KIndern die Möglichkeit, eigene Gedanken zu ​formulieren, Vorstellungen zu entwickeln, anderen beim Spiel ​zuzusehen und somit von ihnen zu lernen.
​Durch das freie, spontane, aus der Eigeninitiative des Kindes heraus ​gestaltete Spiel entwickelt sich die Kreativität des Kindes, das ​Kommunikationsvermögen, seine Kooperationsfähigkeit wird geschult ​und stetig entwickelt. Wir als Begleiter dieser wichtigen Zeit, bereiten ​die Spiel- und Lernumgebung vor, geben Impulse, verändern die ​Gegebenheiten und sind Ansprechpartner für die Kinder. Die ​Entwicklungen, die die Kinder im Freispiel machen, beobachten und ​dokumentieren wir. Daraus entwickeln sich die Grundlagen für Projekte, ​Angebote oder Entwicklungsgespräche.

4.1.3 ​Erlebnis Wald

​„Die Natur mit allen Sinnen erleben.“
​Hell – dunkel, kalt – warm, trocken – nass, der Wechsel der ​Jahreszeiten, diese elementaren Erlebnisse können die Bullerbü-Kinder ​das ganze Jahr über beobachten, erfahren und begreifen. Die ​Waldzwerge nutzen diese Möglichkeit jeden Tag dazu, die Nordhof-​Kinder ab 3 Jahren bekommen diesen Einblick durch die 1x im Monat ​stattfindende Waldwoche.

 4.2. U³ Betreuung

In der kleinen, überschaubaren Gruppe „Südhof“ wird der Tagesablauf, die Spielmaterialien, die Einrichtung und die Arbeitszeit der Mitarbeiter speziell auf die Bedürfnisse der „Kleinen“ angepasst.
Die Räumlichkeiten sind so gestaltet, dass gerade auch die U³Kinder genug Freiräume haben, eigene Entwicklungsbereiche für sich zu finden. Zum Erholen stehen von uns eingerichtete Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung. Die U3-Kinder, die in der altersgemischten Gruppe „Nordhof“ betreut werden, erfahren neben Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen und einer Spielecke mit altersentsprechendem Spielmaterial außerdem die Anwesenheit der älteren Kinder, die ihnen helfen und von denen sie lernen können. Die älteren Nordhof-Kinder sind geschwisterähnliche Spielpartner und -vorbilder, an denen sie wachsen, aber von denen sie sich auch abgrenzen lernen. Die Betreuung unserer Jüngsten ist geprägt von Empathie, Echtheit, Geborgenheit und Vertrauen. Der „Entdecker-Tag“ für die U3-Kinder ermöglicht ihnen ein elementares Erleben von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen.

4.3. Drachenkinder/Vorschule

Der Übergang in die Grundschule bedeutet für die „Drachenkinder“ einen neuen Lebensabschnitt, den sie mit Neugierde, Selbstvertrauen und der Möglichkeit zur Mitgestaltung des eigenen Lebens meistern. Bei der Förderung in der Entwicklung der Kinder ist uns eine Kontinuität dieses Angebotes wichtig. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und der Grundschule unterstützt diesen Übergang.

4.4. Haus der kleinen Forscher

Mit ihrem pädagogischen Ansatz nimmt die Stiftung Haus der kleinen Forscher, die Kinder als kompetente aktivlernende, neugierige und weltoffene Individuen ernst. Quelle Haus der kleine forscher pädagogischer Ansatz
Nach diesem naturwissenschaftlichen Ansatz lernen und erleben wir unsere Umwelt mit den Kindern aller drei Gruppen je nach Interesse und Entwicklungsstand.

4.5. Portfolio/ Buch des Kindes

Das Buch des Kindes steht den Kindern jeder Zeit zur Verfügung. Ihre Kunstwerke und aufgezeichneten Entwicklungsschritte können sie je nach den individuellen Möglichkeiten eigenständig in der Mappe sammeln und werden hierbei von den Erziehern unterstützt.
Das Portfolio ist Eigentum des Kindes und wird beim Schuleintritt den Kindern überlassen.

5. Das bieten wir Ihnen

5.1. Mitwirkung

Uns als Elterninitiative ist in der Zusammenarbeit mit den Eltern eine wertschätzende Kommunikation, eine positive Grundhaltung der unterschiedlichen Lebenswelten  gegenüber und eine intensive Mitwirkung von Eltern in unterschiedlichen Gremien besonders wichtig:
- Vorstandsarbeit (5 Elternteile übernehmen den administrativen Teil als Träger der Einrichtung)
- Mitgliederversammlung (Die Gesamtheit aller Eltern trifft sich 1xjährlich und bei Bedarf, stimmt über eingegangene Anträge ab, entlastet den „alten“ Vorstand durch den Bericht des vergangenen Jahres und wählt den ggf. neuen Vorstand.)
- Elternbeirat (Aus allen drei Gruppen werden jeweils zwei Elternvertreter auf der Elternversammlung gewählt, die als Bindeglied zwischen Eltern, Vorstand und Team fungieren.)
- Rat der Einrichtung (Dieser tagt mindestens 2xjährlich und setzt sich aus Vertretern des Vorstandes, der Leitung, des Teams und des Elternbeirates zusammen.)
- Mitwirkung bei Festen und Feiern (Jahresfeste, wie St. Martin oder die Weihnachtsfeier wird durch die Eltern unterstützt. Die Mitwirkung an der Öffentlichkeitsarbeit, wie die Teilnahme am Stadtfest, Flohmärkten oder Arbeit an der Homepage der Einrichtung sind ebenfalls Bestandteile der Elternmitwirkung.)

5.2. Entwicklungsgespräche

Wir bieten Ihnen einen individuellen Austausch an, der in Form von regelmäßigen mindestens 1xjährlich stattfindenden Entwicklungsgesprächen, Tür- und Angelgesprächen und/oder Beratungsgesprächen erfolgt.

5.3. Bildungsdokumentation

Die Bildungsdokumentation ist ein regelmäßiges Handwerkszeug in der pädagogischen Arbeit mit den Kindern. Es umfasst eine ständige, alltagsintegrierte Beobachtung und Dokumentation des Kindes. Zur Verfügung stehen uns folgende Beobachtungsbögen:

  • BaSiK-Bögen (Begleitende alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen)
  • BISK (für die „Drachenkinder“, Verfahren zur Feststellung einer möglichen Lese-Rechtschreibschwäche)
  • (eine gruppenübergreifende Beobachtungs- und Dokumentationsform ist in Entwicklung)

Diese dienen auch als Grundlage für Entwicklungsgespräche.

6. Bildungsbereiche

Der Begriff Bildung umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Vielmehr geht es in gleichem Maße darum, Kinder in allen ihnen möglichen, insbesondere in folgenden Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und heraus zu fordern.

a. Bewegung

Bewegung ist ein elementares Bedürfnis aller Menschen und bildet die Grundlage für die körperliche, geistige und seelische Entwicklung von Kindern.
• Tägliches Freispiel im Außengelände (je nach Wetterlage)
• Bewegungsspiele im Morgenkreis und Spielkreis
• Bewegungen auf den Hochebenen, den Spielteppichen
• Spaziergänge zu benachbarten Spielplätzen/in den Wald
• Waldwoche Nordhof/Waldgruppe
• Turnen in der Sporthalle

b. Körper, Gesundheit und Ernährung

Ein positives Körpergefühl ist eine Grundvoraussetzung für physisches und seelisches Wohlergehen. Das ausgewogene Verhältnis von Bewegung und Entspannung trägt dazu bei. Ein weiterer Teil dieses Bildungsbereiches ist die kindliche Sexualität, die sich von dem Verständnis von Erwachsenen zu diesem Thema stark abhebt. Eigene Grenzen kennen zu lernen, die Grenzen anderer Kinder zu akzeptieren und sich somit vor Grenzverletzungen zu schützen sind Bausteine unserer Sexualerziehung. Offenheit zum Thema Körper und Gefühle, klare Grenzen und alltägliche Gespräche runden das Thema ab. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei von großer Bedeutung. Der Schutz der Kinder steht dabei stets im Vordergrund.
In der Ernährung setzen wir auf eine abwechslungsreiche, ausgewogene und kindgerechte Mischkost. Dabei nehmen wir auf die kulturellen, religiösen und gesundheitlich bedingten Essgewohnheiten Rücksicht. Den Kindern steht täglich frisches Obst zur Verfügung, welches wöchentlich von der „Flotten Karotte“ geliefert wird.

c. Sprache und Kommunikation

Sprache und Kommunikation sind die Grundvoraussetzungen für soziale Interaktionen und bilden die Basis für kindliche Bildung. Dabei spielen die zwischenmenschlichen Beziehungen und das eigene Interesse eine wichtige Rolle. Wertschätzung  zu vermitteln und dem Kind Sicherheit zu geben, um Sprechfreude zu erhalten, stärkt das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeitsentwicklung. Dieses erreichen wir durch den Einsatz von Bilderbüchern, Fingerspielen und -liedern. Das Erschaffen einer sprachfreudigen Umgebung, in der sprachbegleitendes Spielen und Agieren im Vordergrund steht, ist ein wichtiges pädagogisches Instrument der Sprachförderung.

d. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Das soziale Miteinander in Bullerbü steht im Vordergrund unserer Arbeit. Soziale Interaktionen zwischen pädagogischen Mitarbeitern und Kindern sowie Eltern und pädagogischem Team bilden die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander und einen wertschätzenden Umgang.
Wir unterstützen die Kinder darin, soziale Kontakte zu knüpfen, soziale Umgangsformen zu üben und sich als Mitglied einer sozialen Gemeinschaft zu verstehen.
Unterschiedliche Familienformen, Lebensweisen und kulturelle Hintergründe kennen zu lernen, zu akzeptieren und zu tolerieren unterstützen wir in unserer pädagogischen Arbeit. Dabei berücksichtigen wir individuelle Ernährungsformen und unterstützen das Überwinden von sprachlichen Barrieren durch Nutzung fremdsprachlicher Bilderbücher oder Übersetzern. Unterschiedliche Feste im Jahresverlauf runden diesen Bildungsbereich ab. Dadurch vermitteln wir den Kindern einen Teil unserer Kultur.

e. Musisch-ästhetische Bildung

Kinder brauchen die Freiheit, Raum, Zeit, Spielpartner und Material zu wählen, um in Musik und Kunst Erlebnisse, Emotionen und Stimmungen auszudrücken und verarbeiten zu können. Matschen, malen, schneiden, kleistern, bauen, schnitzen und sägen fördert die Feinmotorik und die kognitive Entwicklung. Den Kindern wird im täglichen Ablauf das Singen in unterschiedlichsten Situationen als Form des Ausdrucks nahe gebracht. Vom Begrüßen im Morgenkreis, über Klatsch- und Singspiele bis hin zum Schlaflied nach dem Mittagessen singen wir mit und für die Kinder, um sie dafür zu begeistern und die positive Wirkung auf den gesamten Organismus zu nutzen.

f. Religion und Ethik

Durch Rituale strukturieren wir den Tagesablauf und geben den Kindern Sicherheit und Verlässlichkeit. Traditionen weiter zu geben und Werte zu vermitteln sind Teil der Bullerbü-Philosophie. Die Kinder im Alltag zu begleiten, sie darin zu unterstützen für sich und ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen und Konflikte nach demokratischen Regeln aus zu tragen umfasst die ethische Bildung. Andere Menschen so an zu nehmen, wie sie sind, ihre Eigenarten zu akzeptieren und das Positive eines jeden Menschen wahr zu nehmen sind Grundlagen dieses Bereiches.

g. Mathematische Bildung

Die Grundkenntnisse der Mathematik erfahren die Kinder spielerisch durch Sortieren, Ordnen, Messen, Schätzen und Vergleichen.
• Experimentieren, forschen und unterschiedliche Materialien wahrnehmen
• Verschiedene Ordnungssysteme kennenlernen (Kalender, Uhr, Tag und Nacht, etc.) und darin Strukturen zu entdecken
• Ein Zahlenverständnis zu entwickeln (Zahl als Anzahl, Zahl als Ordnungszahl)
• Konstruktionsspielzeug (Lego, Bausteine und etc.)

h. Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Kinder erschließen sich die Welt spielerisch, sie sind neugierig und wissensdurstig, kreativ und spontan und erleben „ihre Welt“ mit allen Sinnen.
• Haus der kleinen Forscher
• Natur beobachten zu allen Jahreszeiten
• Waldzwerge, Waldwochen & -tage der einzelnen Gruppen

i. Ökologische Bildung

Um ein ökologisches Bewusstsein bei Kindern zu wecken, müssen sie die Natur erfahren und erleben. Ein sensibler Umgang mit vorhandenen Ressourcen führt zu einem nachhaltigen Denken und Handeln.
• Mülltrennung/ -vermeidung
• Strom sparen (z.B. Licht löschen beim Verlassen der Räume)
• Wasser regulieren, um nichts zu verschwenden
• Tiere beobachten und schützen (Waldwoche, Nistkasten im Außengelände)
• Blumen säen und pflanzen, etc.
• Projekte, die den Kindern die Umwelt nahe bringen

j. Medien

Medien unterstützen und begleiten den Lernprozess der
Kinder. Die digitale Medienwelt nimmt immer größeren Einfluss auf    die Gesellschaft. Wir wollen den Kindern helfen den gesunden und zeitgerechten Umgang mit Medien zu er lernen.

7. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

  • GGS Börgersbruch
  • Jugendamt der Stadt Sprockhövel
  • Gesundheitsamt
  • Pro familia (Beratungsstelle)
  • Verschiedene Beratungsstellen
  • Feuerwehr
  • Polizei
  • Bauernhof Hegenberg
  • Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband
  • Kooperationstreffen Kita/Grundschule
  • Andere Kitas im Stadtgebiet

„Durch ein Kind wird
aus dem Alltag ein Abenteuer,
aus Sand eine Burg,
aus Farben ein Gemälde,
aus einer Pfütze ein Ozean,
aus Plänen eine Überraschung und
aus Gewohnheiten Leben“
(M. Schmickler)